Die Raumklimadecke funktioniert nach dem Prinzip der Wärmestrahlung, ähnlich wie die Strahlen der Sonne. Es werden alle Oberflächen durch direkt oder indirekt auftreffende Wärmewellen erwärmt. Der Boden unter einem Tisch wird so durch indirekte Wärmestrahlung erwärmt (nur rund 0,5 °C weniger, als am direkt bestrahlten Boden). Das Geheimnis liegt im Wärmeaustausch. Herkömmliche Heizflächen erwärmen die Raumluft und verteilen die erwärmte Raumluft durch Umwälzung – Konvektion der Luft im Raum. Eine Raumklimadecke arbeitet wie die Sonne nach dem Prinzip des Strahlungsaustausches zwischen warmen und kalten Flächen. Dabei wird von einer kälteren Fläche mehr Energie in Form von Wärmestrahlung aufgenommen (absorbiert) als sie selbst an ihre wärmere Umgebung abgeben (emittieren) kann. Der kühlere Körper nimmt mehr Energie durch Wärmestrahlung auf, als er abgibt, so dass er sich erwärmt. Es wird also nicht die Raumluft direkt erwärmt, sondern indirekt über alle von der Decke direkt oder indirekt erwärmten Flächen. Strahlungswärme ist, genauso wie sichtbares Licht, eine elektromagnetische Welle im infraroten (langwelligem) Bereich. Auch bekannt als infrarotes Licht oder Wärmewellen. Der Anteil der Strahlungswärme an der gesamten abgegebenen Heizleistung ist, bedingt durch die Lage der Decke, gegenüber allen anderen möglichen Heizflächen am größten und beträgt bis zu 98 %.